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Zeitreise

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ZEITREISE

Geschichten von Österreichs Bombenerfrischung seit über 80 Jahren

1926

Die Schartner Bombe erblickt das Licht der Welt

Vor dem 1. Weltkrieg stieß man im Ort Leppersdorf in der Gemeinde Scharten auf eine Quelle, die für ein Badehaus verwendet wurde. Da das Quellwasser pur aufgrund des Eigengeschmacks den Leuten nicht schmeckte, hat es Otto Burger mit Fruchtsirup vom Lichtenegger Nährmittel Werk gemischt und verkauft. Das Experiment glückte, die bis heute bekannte Marke „Schartner Bombe“ war geboren. Den Namen leitete Otto Burger übrigens von der Form der Flasche ab.

1940

Die Schartner Bombe geht zum ersten Mal auf Reise

Otto Burger hatte die Schartner Bombe sicher durch die turbulenten Geschichtsjahre ihrer Gründerzeit gebracht. Selbst der Weltwirtschaftskrise trotze er, auch wenn er die Produktion und Abfüllung 1934 von der Walterstraße 15 in Linz ins Familienhaus Am Bauernberg 1 in Linz verlegen musste. 1940 starb Otto Burger, ein Jahr darauf seine Frau Theresia. Die Schartner Bombe ging zum ersten Mal auf Reise – zur Industriellenfamilie Bartenstein, dem Inhaber der Lichtenegger Nährmittel Werke.

1961

Almdudler vs. Schartner Bombe

Anfang der 60er-Jahre kaufte Wilhelm Fein, Geschäftsführer der Brauerei Mühlgrub, die Schartner Bombe. Er verlegte die Produktion von Scharten nach Mühlgrub bei Bad Hall und baute die Marke stark aus.

Hier kommt Almdudler ins Spiel: Da Fein die damalige Schartner Bombe als Mineralwasser-Limonade verkaufte, verklagte ihn Erwin Klein, Geschäftsführer von Almdudler. Die Begründung: Mineralwasser darf immer nur an der Quelle abgefüllt werden. Da die Ursprungsquelle sich in Scharten befand, gewann Klein den Prozess.

1969

Auf Weltrekord folgen Umbrüche

Die Limonade Schartner Bombe wurde immer erfolgreicher. Darum erbaute Wilhelm Fein 1969 die größte Flaschenabfüllanlage der Welt. Damit konnten nun 40 Millionen Flaschen jährlich erzeugt werden – ein weltweites Novum.

Leider übernahm sich Fein mit der großen Investition und die Marke Schartner Bombe wurde Ende der 80er-Jahre an die Grundstoff-Firma Esarom verpfändet. Die Produktion wurde an die Steirerbrau verkauft, welche später in die Brau Union einfloss.

1995

Die Schartner Bombe findet ihre heutige Heimat

Mitte der 90er-Jahre wechselte die Schartner Bombe zum letzten Mal ihren Besitzer. August Starzinger, Geschäftsführer des Familienunternehmens Starzinger mit Stammsitz im oberösterreichischen Frankenmarkt, erwarb die Traditionsmarke. Unter der Leitung seiner Tochter und Marketingverantwortlichen Ludmilla Starzinger konnte die Kultlimonade an ihren früheren Glanz anschließen und baut seither ihren Marktanteil immer weiter aus.

IMMER SCHON

Österreichs Bombenerfrischung seit Kindertagen

Über 80 Jahre Österreichs Bombenerfrischung zu sein hat die Folge, dass Generationen von Österreichern mit der Schartner Bombe aufgewachsen sind. Die Schartner Orange und Schartner Zitrone waren für viele das wahrscheinlich häufigste Getränk nach der Muttermilch. Wenn Kinder mit ihren Eltern ins Gasthaus essen gingen, durften sie selbst die Schartner Bombe bestellen. Ein magischer Moment, den man nicht vergisst.

UNVERKENNBAR

Kleine Flasche ganz groß

Sie ist grün, misst 16,5 Zentimeter in der Höhe, 6,5 Zentimeter im Durchmesser und ihr Bauch ist das große Markenzeichen, obwohl darin nur 0,25 Liter Flüssigkeit Platz hat. Damit ist die Schartner Bombe Flasche das österreichische Augenmaß in der Europäischen (Limonaden) Union, wo 0,33 Liter Inhalt die Regel sind.
Heute ist die klassische Flasche der Schartner Bombe – die auch für ihren Namen verantwortlich ist – nach wie vor in der Gastronomie zu finden.